
Kronen Zeitung
„WAS FÜR LEGENDEN!“
Neuer GAK-Tormann lernte unter Weltmeistern
Franz Stolz kam aus Genua per Leihe zum GAK. Auf seinem Weg wurde er auch von ganz großen Namen trainiert. Der Neo-Keeper sprach mit der „Krone“ über seine Italien-Zeit, Ziele und Vergleiche mit Vorgänger Wiegele.
Genua, Serie A. Der Fußball-Traum von Franz Stolz wurde im Jänner 2024 Wirklichkeit. Von Zweitligist St. Pölten wechselte der gebürtige Steirer in die höchste Spielklasse Italiens. „Eigentlich wollte ich ja immer nach Deutschland“, schmunzelt der 25-jährige Goalie. „Aber seit ich in Italien gespielt habe, habe ich mich in dieses Land verliebt.“
Im Winter nach Graz
Zu einem Einsatz in „Bella Italia“ reichte es für Stolz, der ein Jahr darauf nach Bukarest verliehen wurde und nun seit Winter per Leihe zum GAK weitergezogen ist, zwar nicht. Sieben Mal saß Stolz aber im „Land der guten Pasta“ auf der Bank, inhalierte die italienische Profi-Luft.
„Wenn du etwa in Rom zum Aufwärmen ins Stadion läufst oder in Genua die vollen Tribünen erlebst, dann bleibt das für immer, bekommst du als Spieler Lust auf mehr“, sagt der Schlussmann, der in Genua unter den Ex-Weltmeistern Patrick Viera und Alberto Gilardino („Was für Legenden!“) trainieren durfte. Stolz hat Blut geleckt. Sein großes Ziel? „Irgendwann möchte ich bei einem italienischen Klub Nummer eins sein.“
Am Ende über den Umweg GAK, wo er schon jetzt Stammgoalie ist? „Der leihweise Wechsel hat für mich viel Sinn ergeben. Wir waren schon letzten Mai einmal im Kontakt, im November hat sich dieser noch einmal intensiviert“, erklärt der Steirer. „Hier kann ich Spielpraxis sammeln, mich weiterentwickeln und im Idealfall auch der Mannschaft bestmöglich helfen“, erinnert die Geschichte an Vorgänger Florian Wiegele, der mittlerweile Nummer eins bei Viktoria Pilsen ist.
Wiegele als Paradebeispiel
„Er hat es super gemacht. Er ist ein gutes Beispiel, wozu eine Leihe führen kann“, so Stolz, der fokussiert ist: „Für mich und uns gibt es hier nur ein Ziel – und das ist der Klassenerhalt“, sagt der Brucker, der bereits als Jugendlicher beim GAK gespielt hat. „Wir waren vier Brucker Burschen. Und unsere Eltern haben uns viermal in der Woche nach Graz zum Training kutschiert.“ Dass er irgendwann einmal selbst in der Bundesliga im GAK-Tor stehen würde, war damals nur ein ferner Traum.
“Die Roten haben damals in der Gebietsliga und Unterliga gespielt. Die höchste Spielklasse war da noch weit weg“, sagt Stolz, der auch ergänzt: „Aber natürlich hat man geträumt.“ Von einem Einsatz in Liebenau. Wie am Sonntag gegen Ried.
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